Rechte Ideologien im Kapitalismus

Menschenfeindliche Einstellungen begegnen uns nicht nur in extrem rechten Gruppen oder politischen Netzwerken. Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und andere Formen der Diskriminierung finden sich in unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft – auch in unserem Alltag und in den sozialen Medien.

In unserer fünfteiligen Workshopreihe wollen wir gemeinsam genauer hinschauen: Woher kommen menschenfeindliche Ideologien? Wie funktionieren rechte Narrative? Was haben sie mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und unserem Wirtschaftssystem zu tun? Und wie können wir solche Muster erkennen und ihnen etwas entgegensetzen?

Die Workshops bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Es geht nicht darum, fertige Antworten vorzugeben, sondern gemeinsam Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu untersuchen und eigene Perspektiven einzubringen.

  • Für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren (andere Altersgruppen nach Anfrage möglich)
  • Keine Vorkenntnisse nötig
  • Teilnahme ist kostenlos
  •  Anmeldung erforderlich: kontakt@museumdeskapitalismus.de

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Berlin

 

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Termine

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07.10.2026|16h

Workshop 1

Gender – Wer bestimmt, was „normal“ ist?

Warum werden Geschlechterrollen immer wieder so dargestellt, als seien sie selbstverständlich und unveränderlich? Wie hängen Sexismus, Antifeminismus und rechte Ideologien zusammen?

Und warum richtet sich rechter Hass so häufig gegen feministische Bewegungen und Menschen, die nicht in traditionelle Vorstellungen von Geschlecht und Familie passen?

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Geschlechterbildern, Antifeminismus und rechten Narrativen. Gemeinsam schauen wir uns konkrete Beispiele aus Social Media an und untersuchen, wie dort Vorstellungen von „Männlichkeit“, „Weiblichkeit“ und gesellschaftlicher Ordnung vermittelt werden. Wie werden Unsicherheiten genutzt, um Feindbilder zu schaffen? Und warum richtet sich rechter Hass so häufig gegen feministische Bewegungen und Menschen, die nicht in traditionelle Vorstellungen von Geschlecht und Familie passen?

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14.10.2026|16h

Workshop 2

Class – Wer hat eigentlich was davon?

Wer entscheidet darüber, wer viel besitzt und wer wenig hat? Warum sind Chancen und Ressourcen in unserer Gesellschaft so ungleich verteilt? Und was passiert, wenn soziale Ungleichheit in Hass auf bestimmte Gruppen umgedeutet wird?

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang von Klasse, sozialer Ungleichheit und rechten Ideologien. Wir schauen uns an, wie rechte Narrative soziale Probleme erklären und dabei bestimmte Gruppen zu Sündenböcken machen.

Anhand konkreter Beispiele aus Social Media wollen wir untersuchen, wie solche Erzählungen funktionieren, warum sie attraktiv wirken können und welche wirtschaftlichen Interessen und Verwertungslogiken dahinterstehen.

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21.10.2026|16h

Workshop 3

Race – Wie entstehen rassistische Bilder?

Rassistische Bilder und Erzählungen begegnen uns an vielen Orten: in Nachrichten, Filmen und Werbung, aber auch in Memes, TikToks und Instagram-Posts. Wie entstehen solche Bilder? Wie werden Menschen in „wir“ und „die anderen“ eingeteilt?

In diesem Workshop setzen wir uns mit Rassismus, rechten Narrativen und gesellschaftlichen Vorstellungen von Zugehörigkeit auseinander. Gemeinsam analysieren wir Beispiele aus Social Media und versuchen zu verstehen, wie rassistische Deutungen funktionieren und verbreitet werden.

Dabei schauen wir auch darauf, welche Rolle gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungleichheiten spielen. Wir fragen, wie aus realen Problemen vereinfachte Erklärungen und Feindbilder entstehen – und wie rassistische Ideologien dadurch gesellschaftliche Ungleichheiten stabilisieren können.

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28.10.2026|16h

Workshop 4

Machtverhältnisse – Wie rechte Ideologien Ungleichheiten gegeneinander ausspielen?

Sexismus, Rassismus und Klassismus existieren nicht unabhängig voneinander. Menschen können gleichzeitig von unterschiedlichen Formen der Diskriminierung betroffen sein – und rechte Bewegungen greifen häufig mehrere dieser Ebenen gleichzeitig auf. Dabei spielen sie gesellschaftliche Gruppen gezielt gegeneinander aus.

Im vierten Workshop führen wir die bisherigen Perspektiven auf Gender, Class und Race weiter und fragen, wie rechte Ideologien diese unterschiedlichen gesellschaftlichen Konfliktlinien miteinander verknüpfen. Wie werden Ungleichheiten und bestehende Machtverhältnisse aufgegriffen, um Feindbilder zu schaffen? Warum können rechte Narrative unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausspielen? Und wem nützt es, wenn gesellschaftliche Konflikte als Kampf zwischen einzelnen Gruppen erscheinen?

Dabei nehmen wir auch die kapitalistische Gegenwartsgesellschaft in den Blick: Wie entstehen systembedingte Ungleichheiten? Wie werden diese gesellschaftlich wahrgenommen und politisch gedeutet? Und wie gelingt es rechten Akteur*innen, an reale soziale Unsicherheiten anzuknüpfen und diese für ihre politischen Narrative zu nutzen? Gemeinsam wollen wir die bisher erarbeiteten Perspektiven auf Gender, Class und Race miteinander in Beziehung setzen und anhand konkreter Beispiele untersuchen, wie rechte Ideologien verschiedene Machtstrukturen und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielen.

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04.11.2026|16h

Workshop 5

Werkstatt – Gesellschaft sichtbar machen

Nach vier Workshops voller Dis-kussionen und Analysen wird es praktisch: Im letzten Teil der Reihe geht es darum, unsere Erkenntnisse in die Gestaltung von Museumsexponaten zu übersetzen.

Gemeinsam schauen wir uns zwei bereits vorhandene Exponate an, die sich mit Ungleichheit und Kapitalismus beschäftigen. Was fehlt? Was könnte verständlicher, zugänglicher oder provokanter dargestellt werden? Welche Perspektiven wollen wir ergänzen?

Anschließend wird gebaut, umgebaut, ausprobiert und weiterentwickelt. Wir wollen gemeinsam die bestehenden Exponate verändern und ergänzen – oder, wenn eine ganz neue Idee entsteht, sogar ein eigenes Exponat entwickeln.

Dabei steht nicht das perfekte Ergebnis im Mittelpunkt, sondern der gemeinsame Prozess.

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07.10. – 04.11.2026

E-mail

kontakt (at) museumdeskapitalismus.de

Adresse

Köpenicker Str. 172
10997 Berlin

Bus & Bahn

U1 & U3
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-> Eisenbahnstr.