Buchvorstellung:

Die radikale jüdische Tradition

Partisanen, Revolutionäre und Widerstandskämpfer

Die Themen Antisemitismus, der Krieg in Palästina und die Haltung der Linken zu beidem stehen in Deutschland gegenwärtig im Mittelpunkt der politischen Debatte. Das Buch beleuchtet die historischen Hintergründe und widerspricht zugleich der verbreiteten Identifikation von Judentum und Israel. Die Mehrheit der Juden lebte vor dem Zweiten Weltkrieg in der Diaspora und gehörte zur Arbeiter:innenklasse. Viele waren Teil eines breiteren Kampfes an der Seite ihrer nichtjüdischen Genoss:innen. Das Buch würdigt diese radikale jüdische Beteiligung an Befreiungsbewegungen und am Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung in zahlreichen Ländern. Doch mit dem Grauen des Holocaust verloren viele Juden die Hoffnung auf diese Solidarität, wie sie die radikale jüdische Tradition geprägt hatte. Umso wichtiger ist es, dass die Lehren dieser Tradition an die heutigen Generationen weitergegeben werden, damit diese wieder zu Partisanen, Revolutionären und Widerstandskämpfern werden. 

Autor Donny Gluckstein ist der Sohn eines jüdischen Sozialisten aus Palästina und einer jüdischen südafrikanischen Mutter. Er ist der Autor mehrerer Schriften, die das Thema dieses Buches tangieren, unter anderem „The Nazis“, „Capitalism and the Working Class“, „A People’s History of the Second World War“, „The Western Soviets“ und „The Tragedy of Bukharin“. Er gab außerdem „Fighting on all Fronts: Popular Resistance in the Second World War“ heraus.

Janey Stone ist Zeit ihres Lebens Sozialistin und politische Aktivistin. Sie war Gewerkschaftsdelegierte, beteiligte sich an den Studentenbewegungen gegen den Vietnamkrieg und für Frauenbefreiung. Als Jüdin hat sie über den Widerstand gegen die Nazis in Deutschland und in Polen über Arbeiterinnen, Geschlechterpolitik, den Nahen Osten und die radikale jüdische Tradition geschrieben und Vorträge gehalten.

Das Buch wird vom Übersetzer Thomas Weiß vorgestellt.

 

Die radikale jüdische Tradition:

  • Datum: 24. September 2026
  • Uhrzeit: 19h
  • Ort: Museum des Kapitalismus
  • Eintritt: frei

 

24.09.2026

Donnerstag: 19h

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