Kon-Formismen – Die Neuordnung der Differenzen


Kon-Formismen – Die Neuordnung der Differenzen
Vortrag und Gespräch

Mittwoch | 27. Februar 2019 | 19h

In identitätspolitischen Debatten ordnen sich die Einzelnen einem spezifischen Kollektiv zu, um aus ihm eine Identität zu gewinnen. Es geht fortan darum, die jeweils subalternen Gruppen zur Geltung kommen zu lassen, gleichsam aber das Individuum der Gruppe unterzuordnen. Das Ich geht in diesem Denken im Wir vollumfänglich auf. Dadurch verliert das linke Denken seinen politischen Kern und übernimmt Muster des rechten Denkens. Das hat zur Folge, dass gesellschaftliche Verhältnisse tendenziell nur angerufen und nicht zum Erodieren gebracht werden.

Wie kann dann ein politisches Denken zurückgewonnen werden? Wie lässt sich Differenz wieder nutzen, um Identitäten zu verwirren und in Unordnung zu bringen? Wie lassen sich Differenzen durchkreuzen, um gesellschaftliche Verhältnisse in Schwingung zu bringen? Und wie lässt sich das Besondere, das Singuläre des Individuums zum Kern des politischen Denkens erheben?

Im Museum des Kapitalismus werden wir zu diesen Fragen mit Marcus Quent diskutieren. Quent wird dabei ein Denken starkmachen, das auf das Einzelne und Besondere abhebt und damit einen emphatischen Begriff der Differenz betont. Sein Buch ist im Merve-Verlag erschienen.

Die Veranstaltung ist auf deutsch, der Raum barriere-arm. Eintritt frei!! Aktuelles auch auf Facebook.